Impfsituation - Michael Wäschenbach setzt auf heimische Arztpraxen

Impfsituation - Michael Wäschenbach setzt auf heimische Arztpraxen
09.04.2021

CDU-Landtagsabgeordneter will beschleunigte Impfung für die Region durch Vorrang der Arztpraxen

Der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach fordert eine deutlich schnellere Impfung für die Region. „Die Anzeichen dafür, dass endlich Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird, werden von Tag zu Tag deutlicher“, so Wäschenbach. Grund für diesen Optimismus ist eine Pressemitteilung des Virchowbundes, der die niedergelassenen Ärzte in Deutschland vertritt und dessen Vorsitzender Dr. Dirk Heinrich darauf verweist, dass „20 Millionen Impfungen innerhalb weniger Wochen realistisch sind, wenn neben den Hausärzten auch die niedergelassenen Fachärzte und Betriebsärzte einbezogen werden“. Wäschenbach möchte, dass den in der Region ansässigen Ärzten nunmehr schnell Impfmaterial in größerer Menge als bisher zur Verfügung gestellt wird.
„Die Hausärzte, aber auch die Fachärzte und sogar die Betriebsärzte kennen ihre Patienten; nicht nur aus den Krankenakten, sondern auch aus persönlichen Kontakten wissen sie, ob im Einzelfall Risiken bestehen“, so Wäschenbach. „Sie sind ganz nahe bei den Menschen und niemand kann besser als sie beurteilen, wer wann und mit welchem Vakzin geimpft werden soll. Sie alle haben darüber hinaus Erfahrungen aus anderen Impfkampagnen wie beispielsweise der Grippeimpfung. Außerdem ist deren Bereitschaft, jetzt schnell zu helfen, sehr groß. Dafür möchte ich mich bei unseren Ärztinnen und Ärzten herzlich bedanken.“

Allerdings, so Wäschenbach, sei jetzt das Mainzer Gesundheitsministerium gefordert: „Noch immer erreichen mich täglich Beschwerden, dass es mit der Terminvergabe für das Landesimpfzentrum in Wissen hapert. Das alleine ist schon ein Hemmnis, und ich fordere die Landesregierung auf, hier schnell für eine reibungslose Organisation zu sorgen. Vor Ort läuft die Organisation super, aber die Impfzentren sind zu teuer und zu bürokratisch. Auch hier in unserer Region sehnen wir uns alle danach, bald wieder zu einem Stück mehr Freiheit und Normalität zurückzufinden.
Ich bitte die Ministerin daher eindringlich, den Weg freizumachen: Erstens durch eine Impffreigabe für alle angesprochenen Ärztegruppen, was auch das Impfzentrum deutlich entlasten und die damit verbundenen bürokratischen Terminvergaben einfacher machen würde, zweitens durch eine kontinuierliche Weiterversorgung nach dem von den Arztpraxen angegebenen Impfstoffbedarf und drittens durch eine spürbare Verbesserung der bisherigen Organisation der zentralen Terminvergabe des Landes für die Impfzentren. Wenn dies alles geschieht, können wir das aufwendige Impfzentrum langsam zurückbauen“, so der Landtagsabgeordnete, „und dann können wir schnell die Inzidenzzahlen senken, und zum anderen wird auch hier bei uns bald wieder ein gutes Stück Leben, wie wir es uns wünschen, möglich sein.“